ApothekeNkammer Berlin – Nach den Kammerwahlen 2011

Nicht nur unsere Wähler werden sich jetzt verwundert die Augen reiben: Am 10.5.11 wählte die Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Berlin ihren neuen Vorstand unter Führung von Dr. Belgardt und statt der Fortsetzung der allgemein als erfolgreich angesehenen Koalition mit der „Allianz Aller Apotheker“ sattelte die Liste des Wahlsiegers um und wählte den bequemsten Weg zur Machterhaltung mit dem schwächsten Partner!

Natürlich ist in einer Demokratie so etwas gang und gäbe, wenn aber auf die Lippenbekenntnisse des Präsidenten zur Einbindung aller Berufsgruppen in eine gemeinsame Vertretung eine Wahl von Vorstandsmitgliedern erfolgt, die ausschließlich in öffentlichen Apotheken tätig sind, scheinen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander zu liegen! Unser Angebot für eine Weiterführung der alten Koalition mit geteilter Verantwortung im Präsidium und der Einbindung von zwei Nichtoffzin-Apothekern war dem Präsidenten wohl zu „heikel“ und so blieben die Offizin-Apotheker lieber unter sich und nahmen dafür eine Spaltung der Berliner Apothekerschaft in Kauf! Zweifel an der Richtigkeit dieser Entscheidung schienen wohl auch einige Delegierte der neuen Koalition selbst zu haben, die drei Vorstandsmitgliedern einschließlich der neuen Vizepräsidentin nicht die volle Stimmenzahl gaben. Eine Apothekerkammer ist eben kein Verein für Offizin-Apotheker und auch keine ApothekeNkammer!

Und so wurden an diesem Abend völlig unnötigerweise Chancen für eine gemeinsame, berufsgruppenübergreifende Zukunftsgestaltung der Berliner Apothekerinnen und Apotheker vertan. Nicht immer ist der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach!